Aktiver Umweltschutz

Unsere Mitarbeiter im Betriebszweig “Kanalwerk” sind nicht nur für die Unterhaltung und den Betrieb der 7 Kläranlagen, 2 Klein-Kläranlagen und 32 Pumpstation in unserem Zuständigkeitsbereich verantwortlich sondern auch für die Unterhaltung und Kontrolle des ca. 175 km langen Leitungsnetzes. Außerdem müssen die öffentlichen Regenwasserversickerungsflächen, Mulden und Gräben kontrolliert und gemäht werden.
Mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der neuesten Technik, arbeiten wir immer an neuen Lösungen für eine Verbesserung in der Abwasseraufbereitung.

Downloads und Informationen zu den Gebühren:

Preis- und Tarifinformation Abwasser 2018

Nützliche Hinweise

Dichtheitsprüfung von Kanalhausanschlüssen

Dichtheitsprüfung von Kanalhausanschlüssen
Wichtige Hinweise für Grundstückseigentümer

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass gemäß den technischen Regeln der DIN 1986-30 eine Dichtheitsprüfung von “Anlagen zur Ableitung von häuslichem Abwasser oder Mischwasser einschließlich Anlagen mit geringen Erweiterungen, z.B. Dachgeschossausbauten” durchgeführt werden soll. Die Überprüfung ist in der Regel alle 20 Jahre zu wiederholen. In Wasserschutzgebieten sollen die Leitungen jährlich optisch überprüft und zusätzlich soll alle 5 Jahre eine Druckprüfung durchgeführt werden.

Dies bedeutet, jeder Eigentümer auf dessen Grundstück häusliches Abwasser anfällt, soll eine optische Zustandserfassung mittels Kanal-TV-Befahrung nachweisen.

Sollte eine optische Prüfung nicht durchführbar sein oder wird sie nicht als ausreichend erachtet, so ist eine Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 mit Wasser oder Luft durchzuführen. Bei der optischen Zustandserfassung erkennbare Schäden sind sofort zu beseitigen.

Bei wesentlichen baulichen Veränderungen oder Erweiterungen, wie Sanierung oder Totalumbau eines Gebäudes (> 50 %) hat auf jeden Fall im Zuge der Baumaßnahme eine Druckprüfung nach DIN EN 1610 zu erfolgen. Eine optische Zustandsprüfung ist bei neu verlegten Leitungen nicht erforderlich.

Regenwasserversickerung

Möglichkeiten der Regenwasserversickerung auf Privatgrundstücken

Flächenversickerung
Das Regenwasser wird breitflächig auf bewachsenen Boden (Rasenflächen o.ä.) geleitet.

Vorteil: Die Fläche kann ohne Hindernis als Rasen- oder Gartenfläche genutzt werden.

Nachteil: Es wird eine größere Grundfläche benötigt. Die Versickerungsfläche sollte ca. 30 % der bebauten und versiegelten Fläche betragen (z.B. versiegelte Grundstücksfläche 150 qm ergibt einen Flächenbedarf von ca. 50 qm Versickerungsfläche).

Es muss sichergestellt sein, dass Nachbargrundstücke durch die Flächenversickerung nicht geschädigt werden.

Muldenversickerung

Das Regenwasser wird in eine begrünte Mulde eingeleitet. Die maximale Einstauhöhe sollte 30 cm nicht überschreiten.

Vorteil: Der Flächenbedarf ist kleiner als bei einer Flächenversickerung. Die Mulde kann in die Gartengestaltung einbezogen werden. Eine Bepflanzung mit Sträuchern u.ä. ist möglich. Flächenbedarf für die Mulde beträgt ca. 10 % der versiegelten Fläche.

Nachteil: Die Versickerungsfähigkeit der Mulde muss gewährleistet sein. Grundsätzlich sollte – um Funktionsstörungen zu verhindern – die Mulde mindestens einmal jährlich gereinigt und aufgelockert (vertikutiert) werden.

Informationen zur Muldenversickerung

Versickerungsmulden sollten so bemessen sein, dass sie nur kurzzeitig unter Einstau stehen. Ein Dauerstau ist in jedem Falle zu vermeiden, weil dadurch die Gefahr der Verschlickung und Verdichtung der Oberfläche beträchtlich erhöht wird. Grundsätzlich sollte – um Funktionsstörungen zu verhindern – die Mulde mindestens einmal jährlich gereinigt und aufgelockert (vertikutiert) werden.

Die Einstauebene der Mulde ist auf 30 cm zu begrenzen. Sohl-Ebenen und Sohl-Linien der Mulden sollten horizontal liegend hergestellt und unterhalten werden, um eine möglichst gleichmäßige Verteilung des zu versickernden Wassers zu erreichen. Große oder lange Mulden sind – insbesondere bei vorhandenem Geländegefälle – durch Bodenschwellen zu unterbrechen (Kaskadenbildung).

Die Beschickung der Versickerungsmulden muss durch oberirdische Zuleitung erfolgen, wobei für ein möglichst gleichmäßiges Überfließen längs der Flächenkanten zu sorgen ist.

Der Abstand der Mulde zu unterkellerten Gebäuden sollte mindestens 2 m betragen. Gegen eine evtl. Vernässung der Baugrundstücke durch drückendes Wasser haben sich die Grundstückseigentümer selbst zu schützen. Um die bestmögliche Versickerungsfähigkeit auf den Grundstücken zu erhalten, sollte schon im Zuge der Bauarbeiten darauf geachtet werden, dass eine Verdichtung des Bodens weitestgehend vermieden wird.

Grundsätzlich sind die Bauherren für eine sach- und fachgerechte Ausführung sämtlicher Entwässerungsanlagen auf dem Grundstück (dazu zählen auch die Versickerungsmulden) selbst verantwortlich.

Mulden-Rigolen-System

Das Mulden-Rigolen-System besteht aus einer dezentralen Versickerungsanlage in Form einer Rigole mit einer darüber liegenden begrünten Versickerungsmulde.

Vorteil: Der Flächenbedarf ist geringer als bei der Flächen-/Muldenversickerung.

Nachteil: Der Abstand zwischen Rigole und Gebäude muss größer sein, um die Gefahr der Durchfeuchtung des Kellers auszuschließen. Ein Abstand von mehr als 6 m von Gebäuden ist in der Regel für dezentrale Versickerungsanlagen ohne weiteren Nachweis ausreichend. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass die Einleitung in die Rigole höchstens 8 cbm Regenwasser pro Tag betragen darf.

Nicht erlaubt ist die Ableitung von Regenwasser von Dachflächen in Industrie- und Gewerbegebieten, von kupfer-, zink- oder bleigedeckten Dächern, von gewerblich, handwerklich oder industriell genutzten befestigten Grundstücksflächen. Die Einleitung von Regenwasser in eine Rigole muss vom Grundstückseigentümer bei der Kreisverwaltung Donnersbergkreis angezeigt werden.

Die Einleitung im Bereich von Wasserschutzgebieten, Naturschutzgebieten, Quellen und Gewässern I. Ordnung bleibt weiterhin genehmigungspflichtig.

Bei Altlastenverdachtsflächen ist die Versickerung von Regenwasser i.d.R. auszuschließen.

Informationen zum Mulden-Rigolen-Element

Die Einsatzmöglichkeit von Versickerungsmulden endet spätestens bei der Durchlässigkeit des Untergrundes von kf < 5 . 10-6 m/s. Diese Anwendungsgrenze kann erweitert werden, wenn die geringe Versickerungsrate durch ein vergrößertes Speichervolumen ausgeglichen wird.

Das Mulden-Rigolen-Element besteht aus einer begrünten Mulde mit darunter liegender Rigole. Dabei handelt es sich um zwei getrennte Speicher mit jeweils eigenen Füll- und Entleerungsprozessen, die vom Abflussgeschehen und von den Versickerungsraten sowohl der Mulde als auch der Rigole bestimmt werden.

Der Abstand dieses Elements zu unterkellerten Gebäuden sollte daher mindestens 6 m betragen. Bei wasserdicht ausgeführten Kellern kann der Abstand evtl. verringert werden. Gegen eine mögliche Vernässung der Baugrundstücke durch drückendes Wasser haben sich die Grundstückseigentümer in jedem Falle selbst zu schützen.

Um die bestmögliche Versickerungsfähigkeit auf den Grundstücken zu erhalten, sollte schon im Zuge der Bauarbeiten darauf geachtet werden, dass eine Verdichtung des Bodens weitestgehend vermieden wird.

Grundsätzlich sind die Bauherren für eine sach- und fachgerechte Ausführung sämtlicher Entwässerungsanlagen auf dem Grundstück (dazu zählen auch die Versickerungsmulden) selbst verantwortlich.

Die Beschickung der Mulde über der Rigole erfolgt – wie bei der einfachen Muldenversickerung – oberirdisch über die belebte Bodenzone.

Ein Anschluss des Niederschlagswassers direkt an die Rigole ohne die entsprechende Vorfilterung des Regenwassers durch den Oberboden ist nicht gestattet.

Durch die Änderung des Landeswassergesetzes (LWG) entfällt für “das schadlose Einleiten von bis zu 8 cbm Niederschlagswasser pro Tag” zwar das Genehmigungserfordernis nach § 26 LWG. Die Einleitung ist jedoch rechtzeitig vor Beginn der unteren Wasserbehörde bei der Kreisverwaltung Donnersbergkreis anzuzeigen.

Schwimmbadbefüllung

Informationen zur Schwimmbadbefüllung
Ist für die in private Schwimmbäder eingefüllte Frischwassermenge auch die Kanalbenutzungsgebühr zu entrichten?

Dazu möchten die Verbandsgemeindewerke Kirchheimbolanden auf folgendes hinweisen:

Sobald Wasser bewusst und gewollt, zur Verfolgung welcher Zwecke auch immer, gebraucht und verwendet wird, wird es zu Schmutzwasser im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG).

Demnach ist jegliches Wasser, das aus einem Schwimmbad abgelassen wird, unabhängig davon, ob und welche Zusätze in dem Wasser verwendet wurden, als Abwasser im Sinne des § 54 Abs. 1 WHG anzusehen und unterliegt somit auch der kommunalen Abwasserbeseitigungspflicht (§ 57 Abs. 2 Landeswassergesetz).

Dies bedeutet also, dass das in das Schwimmbad eingefüllte Wasser grundsätzlich in die Kanalisation einzuleiten und dafür auch die entsprechende Kanalbenutzungsgebühr zu entrichten ist. (Kirchheimbolanden, Juni 2016)

Hier finden Sie weitere Informationen zum Download.

Downloads

Kläranlagen

In den Ortsgemeinden Bennhausen, Dannenfels, Jakobsweiler, Kriegsfeld, Mörsfeld, Oberwiesen und Orbis wird das dort anfallende Abwasser in eigenen Kläranlagen gereinigt.

Informationen zu den Kläranlagen

  • Kläranlage Bennhausen
  • Kläranlage Dannenfels
  • Kläranlage Jakobsweiler
  • Kläranlage Kriegsfeld
  • Kläranlage Mörsfeld
  • Kläranlage Oberwiesen
  • Kläranlage Orbis

Leitungsnetze

Die Verbandsgemeindewerke unterhalten in ihrem Zuständigkeitsbereich Abwasserleitungsnetze mit einer Gesamtlänge von ca. 160 km. Diese setzen sich zusammen aus ca. 98 km Mischwasserkanal, ca. 37 km Schmutzwasserkanal und ca. 25 km Regenwasserkanal.

Zur Ableitung des Schmutzwassers aus verschiedenen Ortsteilen und Gehöften zu den Kläranlagen bzw. zu den Ortsnetzen ist es erforderlich, Abwasserpumpstationen einzusetzen. Solche Pumpstationen gibt es z.B. auf dem Bolanderhof, Daimbacherhof, Elbisheimerhof, Heubergerhof, Donnersberg, Bastenhaus, Haus Wildenstein, Bahnhof Morschheim und dem Steinernen Berg.
In diesen Gebieten wird daher auch nur das anfallende Schmutzwasser in unserem Leitungsnetz gesammelt und zu den Ortsnetzen gepumpt. Das dort anfallende Regenwasser muss zurückgehalten und zur Versickerung gebracht werden. Seit Sommer 2015 sind in unserem Versorgungsgebiet zwei Kleinkläranlagen in Betrieb, mit denen das Abwässer des Rothenkircherhofes und des Edenbornerhofes gereinigt werden. Das Abwasser der Ortsgemeinden Bischheim, Bolanden, Gauersheim, Ilbesheim, Marnheim, Morschheim, Rittersheim, Stetten und der Stadt Kirchheimbolanden wird in den durch unser Verbandsgemeindegebiet verlaufenden Sammler des Abwasserzweckverband Mittleres Pfrimmtal eingeleitet und in der Gruppenkläranlage in Monsheim gereinigt.

Die Leitungsnetze in den einzelnen Ortsgemeinden und der Stadt Kirchheimbolanden werden von den Verbandsgemeindewerken regelmäßig gespült und kontrolliert.

Hausanschlüsse

Für Bauherren, die den Neubau eines Wohnhauses im Bereich der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden planen, möchten wir hier Hinweise geben, was bei der Planung der Grundstücksentwässerung zu beachten ist.

Zunächst ist zu prüfen, welche Entwässerung für das Baugrundstück vorgeschrieben ist. In einigen Neubaugebieten wird das Schmutz- und Regenwasser in getrennten Leitungs­systemen gesammelt. Dies bedeutet, dass auch das Schmutz- und Niederschlags­wasser auf dem Grundstück getrennt gesammelt und in den jeweiligen Hausanschluss abgeleitet werden muss. Oder es wird die Rückhaltung und Zwischenspeicherung des Regenwassers auf den Privatgrundstücken gefordert. Dazu sind dann geeignete Rückhaltemaßnahmen vorzusehen, z.B. Zisternen mit ganzjähriger Regenwassernutzung im Haus oder die Herstellung einer Versickerungs- und Verdunstungsmulde auf dem Grundstück.
Die entsprechenden Vorgaben können Sie den Entwässerungskonzepten entnehmen.

Grundsätzlich darf kein Grundwasser in die Hausanschlüsse (weder in den Schmutz- noch in den Regenwasserkanal) eingeleitet werden. Das in Drainagen gesammelte Wasser ist in eine Sickerpackung auf dem Grundstück zu leiten.

An der Grundstücksgrenze ist ein Kontroll- und Reinigungsschacht in den Schmutz- oder Mischwasserhausanschluss einzubauen. In manchen Neubaugebieten ist dieser satzungs­gemäß geforderte Schacht schon vorhanden.

Spätestens wenn die Baugenehmigung für das Neubauvorhaben erteilt wurde, ist auch die Entwässerungsgenehmigung bei den Verbandsgemeindewerken zu beantragen. Der ent­sprechende Antrag ist im Register “Formulare” hinterlegt. Der Antrag und die Planunterlagen sind uns in Papierform vorzulegen, da bei der Prüfung ggfs. Änderungen oder Eintragungen auf den Plänen erforderlich werden. Für die Prüfung der Entwässerungspläne und die Ertei­lung der Entwässerungsgenehmigung wird eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 125,00 € erhoben.
Weiterhin ist uns der Beginn und die Fertigstellung der Entwässerungsarbeiten auf dem Grundstück anzuzeigen.
Bevor die Leitungsgräben außerhalb des Hauses verfüllt werden, muss eine Abnahme durch unser technisches Personal erfolgen. Dazu kann vorab eine telefonische Terminabsprache mit unserem Abwassertechniker erfolgen.

Sollte der vorhandene Kanalhausanschluss nicht genutzt oder ein zusätzlicher Anschluss gewünscht werden, so sind uns die Kosten für die Herstellung des Anschlusses in voller Höhe zu erstatten.

Entwässerungskonzepte

Neubaugebiet “Am Rösselchen”, Gauersheim (PDF)
Neubaugebiet “Auf der Benn”, Bischheim (PDF)
Neubaugebiet “Am Katzenstück”, Bolanden (PDF)
Neubaugebiet “Bangertsäcker”, Dannenfels (PDF)
Neubaugebiet “Ober der Mainzer Straße”, Gauersheim (PDF)
Neubaugebiet “An der Gauersheimer Strasse”, Ilbesheim (PDF)
Neubaugebiet “Auf der Hohl”, Jakobsweiler (PDF)
Neubaugebiet “Im Schlüssel”, Kirchheimbolanden (PDF)
Gewerbegebiet “Industrie- und Freizeitpark”, Kirchheimbolanden (PDF)
Neubaugebiet “Gänsstücke”, Kriegsfeld (PDF)
Neubaugebiet “Hofäcker”, Marnheim (PDF)
Neubaugebiet “Hinterm Ritterhof”, Morschheim (PDF)
Neubaugebiet “Auf der Hahl”, Oberwiesen (PDF)
Neubaugebiet “Selzgarten”, Orbis (PDF)
Neubaugebiet „An der Steig II“ – Erweiterung Kreiselberg, Stetten (PDF)
Neubaugebiet „Am Vogelgesang II“, Kirchheimbolanden (PDF)
Neubaugebiet “Glaserstraße”, Kirchheimbolanden (PDF)
Neubaugebiet „Selzgarten-Erweiterung 1“, Orbis (PDF)
Neubaugebiet „Sonnenhügel“, Rittersheim (PDF)
Neubaugebiet “Am Schloßgarten”, Kirchheimbolanden (PDF)